Fall 13: 69-jähriger Patient mit PDAC in der Cauda (frühes Pankreasschwanzkarzinom)

CT slice


Die Diffusionswichtung in diesem MRT sieht vielleicht auf den ersten Blick komisch aus. Hier wird aber nichts anderes gezeigt als bewegliche Wassermoleküle von unbeweglichen. Bei soliden Tumoren sagt man, dass die das weiche, gesunde Gewebe in der Regel so hart machen, dass sich Wassermoleküle nicht mehr so gut dadurch bewegen können. Deshalb ist der Pankreasschwanz hyperintens (heller) als das restliche Pankreasgewebe.

Also: Glück im Unglück gehabt! Fast hätte man das Karzinom nicht gesehen und auch die Patho hat am Ende ergeben, dass es jetzt kein pT3- oder pT4-Tumor war, sondern ein pT1-Befund (aber leider ein positiver Lymphknoten).

Pathobericht:

Pankreaslinksresektat mit einem maximal 1,7 cm messenden, mäßig differenzierten, duktalen Adenokarzinom des Pankreasschwanzes (G2) mit Infiltration des peripankreatischen Fettgewebes und Lymphangioinvasion und Perineuralscheideninfiltration. Tumorfreie lokale chirurgische Abtragungsebenen. Eine maximal 0,25 cm messende Lymphknotenmetastase durch das Adenokarzinom ohne extrakapsuläre Tumorausdehnung in insgesamt achtzehn miterfassten regionären Lymphknoten (1/18, ece-). Tumorfreies Splenektomiepräparat mit umgebenden Fettgewebsnekrosen des perisplenischen Fettgewebes.

TNM-Klassifikation (Pankreas, 8. überarbeitete Auflage, 2020): pT1c, pN1 (1/18, ece-), L1, V0, Pn1, lokal R0. Malignitätsgrad: G2.



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