Fall 11: 68-jährige Patientin mit fortgeschrittenem Duodenalkarzinom
Nebenbefundlich hat die Patientin eine große Raumforderung der linken Adnexe, die simultan reseziert wurde (was sich im Nachhinein als eine Endometriosezyste herausstellte), und Steine in der Gallenblase.
Pankreaskopf-Resektat nach Traverso-Longmire mit einem maximal 5,5 cm messenden, mäßiggradig differenzierten Adenokarzinom des Duodenums (G2), offenbar entstanden auf dem Boden eines duodenalen Adenoms mit hochgradiger intraepithelialer Neoplasie (im Randbereich miterfasst). Infiltration des peripankreatischen (retroperitonealen) Fettgewebes. Ausgedehnte Lymphangioinvasion. Kein eindeutiger Nachweis einer Hämngioinvasion. Nachweis einer Perineuralscheideninfiltration. Der Tumor hier klar oberhalb der Papille gelegen, diese vollständig sondierbar – somit liegt formal kein Papillenkarzinom vor. Tumorfreie lokale Absetzungsränder. Somit liegt eine Resektion in sano vor (R0). Miterfasst 23 Lymphknoten, davon 17 Lymphknoten mit bis zu 2,5 cm messenden Metastasen durch das Adenokarzinom mit extrakapsulärer Ausbreitung (17/23, ece+).
TNM-Klassifikation (2020, 8 überarbeitete Auflage; Dünndarm – Duodenum): pT4, pN2 (17/23, ece+), L1, V0, Pn1, lokal R0. Malignitätsgrad: G2.
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