Fall 6: 86-jähriger Patient mit PDAC in der Cauda nach Neoadjuvanz (+ Zufallsaufnahme)

CT slice


Dieser Patient hat vor der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie erhalten, deshalb sehen wir regressive Veränderungen im Pathobericht:

Pankreaslinksresektat. Partiell regressiv verändertes Adenokarzinom des Pankreasschwanz. Vitaler Tumor: 40%. Maximaler Tumordurchmesser: 2,9 cm. Tumorinfiltration des peripankreatischen Fettgewebes. Lymphangioinvasion. Perineuralscheideninfiltration. Lymphknotenmetastasen: 1 (ece-). Untersuchte Lymphknoten: 20. Tumorinfiltration des zirkumferentiellen Resektionsrandes sowie des Resektionsrandes im Bereich des adventitiellen Bindegewebes der großen Gefäße. Die weiteren Resektionsränder tumorfrei. Des Weiteren das übrige Pankreasparenchym mit Sklerose, dilatierten Ausführungsgängen, chronischer Entzündung sowie Atrophie des exokrinen Pankreasparenchyms.

Abschließende TNM-Klassifikation (Pankreas, 8. überarbeitete Auflage, 2020): ypT2, ypN1 (1/22, ece-), L1, V0, Pn1, R1 (dorsaler Zirkumferenz; Gefäßabsetzung im Bereich der Adventitia)

Malignitätsgrad: entfällt bei Z. n. neoadjuvanter Therapie; Regressionsgrad: 40% vitale Tumorzellen; Maximaler Tumordurchmesser: 29mm.

Zufälligerweise hat dieser Patient 5 Jahre vor der Tumordiagnose schonmal ein CT-Abdomen erhalten, jedoch aus anderen Gründen. Das ist also ein sehr lehrreiches Beispiel, um einmal an demselben Patienten Tumor von Nicht-Tumor zu unterscheiden.



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