Punktestand:

Choices

Blut abnehmen, ÖGD machen oder Methylenblau schlucken: Alles KANN-Optionen (so ein bisschen wie bei der Magensonde). Das heißt: es gibt für alle drei Optionen (von denen du dich für eine entschieden hast) Gründe die dafür und dagegen sprechen. Du kriegst jedenfalls jetzt einen kleinen Pluspunkt, weil du dich entschieden hast, irgendetwas zu unternehmen statt die Situation einfach auf sich ruhen zu lassen.

Das was jetzt folgt ist eher als ein Vorschlag zu verstehen, wie es ablaufen könnte. Deine Fachärztin Nadine sagt: "Ja, den Fall haben wir am Wochenende besprochen. Herr Fetzer kann durchaus da ein Problem entwickeln, deshalb muss das Labor heute als Notfall laufen und du kannst schonmal die Endoskopie anrufen, dass wir evtl. jemanden haben."

Weiter geht's.

Info: Methylenblau ist etwas Geschmackssache (also nicht dass es nach irgendwas schmeckt, es ist super widerspenstig und es wird einfach ALLES blau). Mit Blau kann man zwar eine Fistel nachweisen, wenn sich z.B. der Verband Blau färbt... aber dann? Das Ding ist, dass man - egal ob man Blau verabreicht hat oder nicht - dieselbe Konsequenz ziehen würde (in dem Fall: Endoskopie oder z.B. OP) und diese Konsequenz somit alternativlos ist. Methylenblau KANN man also geben, muss man aber nicht unbedingt und könnte - z.B. bei einem septischen Patienten - möglicherweise nur die Diagnostik verzögern und dabei noch den Situs einfach mal komplett blau färben.

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Der Hintergrund zu diesem Fall ist schon ziemlich speziell: Anastomotic fistula after McKeown esophagectomy. Sowas würde dich kein (normaler) Prüfer im Staatsexamen fragen =)




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