Punktestand:
"Wart ma kurz und behalt sie da, wir machen jetzt Visite und ich komm danach gucken."
Korrekt, kriegst nen Pluspunkt.
Das, was da eben auf dem Foto gezeigt ist, ist eine OP Aufklärung für eine Gastrektomie.
Natürlich wollen wir, dass die Patienten pünktlich zu ihren Terminen kommen.
Aber wenn die Patientin jetzt gespiegelt wird und dafür (wie in aller Regel) Propofol erhält, kannst du sie aus rechtlichen Gründen nicht mehr vernünftig für einen großen Abdominaleingriff am nächsten Tag aufklären.
Die Patientin muss also bisschen im Aufnahmezentrum warten, du machst Visite fertig, gehst danach in die Übergabe um 07:45 Uhr und solltest am Besten danach zur Patientin gehen, oder aber du telefonierst mit der Endoskopie und fragst höflich, ob die Patientin auch 1-2 Stunden später kommen darf.
Eigentlich versucht man sogar möglichst eine Aufklärung mehr als 24h vor einem solchen Eingriff durchzuführen. Wenn Planungsschwierigkeiten bestehen kann man aber eine OP-Aufklärung mit weniger als 24h Abstand zur OP machen.
Merke: Das da morgen ist keine Notfallsituation sondern ein elektiver (onkologischer) Eingriff!
Weiter geht's.
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